Die ligurische Küste
Ligurien, italienisch Liguria, ist eine Küstenregion in Nordwestitalien mit 1.591.939 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) und flächenmässig die drittkleinste italienische Region.
Ligurien grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Region Piemont, im Osten an die Emilia-Romagna und die Toskana sowie im Süden an das Ligurische Meer, einen Teil des Tyrrhenischen Meeres (nördliches Mittelmeer). Die Region gehört zu der landesübergreifenden Euroregion Alpi-Mediterraneo/Alpes-Méditerranée. Die von den Bergketten der Alpen und des Apennins im Nordosten begrenzte ligurische Region wird traditionell in die Riviera di Ponente und in die Riviera di Levante unterteilt. Grenzpunkt stellt die Regionalhauptstadt Genua dar.
Bereits im Römischen Reich wurde sie als iguria bezeichnet. Im Mittelalter war Ligurien in mehrere Stadtstaaten aufgeteilt – der bekannteste ist die Republik Genua, die seit dem späten 14. Jahrhundert die ganze heutige Region auf sich vereinigen konnte. 1797–1815 gehörte das Gebiet zu Frankreich, anschliessend zum Sardinien-Piemont, das 1861 im neugegründeten Königreich Italien aufging. Heute ist Ligurien durch den Tourismus (dank der Italienischen Riviera), sein Olivenöl (aus der Taggiasca-Olive) und seinen Wein bekannt. Das »Pesto alla genovese«, sowie die Ravioli sind sicher die berühmtesten Vertreter der ligurischen Küche. Hauptstadt Liguriens ist Genua. Andere bekannte Städte sind San Remo, La Spezia, Ventimiglia (Endstation vieler Züge aus Frankreich), Alassio, Imperia (Produktion von Olivenöl), Rapallo, Portofino und Savona.